Evangelische Jugend im Kirchenkreis An Nahe und Glan

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| 3.07.2017
Esther Bejarano trifft Microphone Mafia


Bejarano trifft Microphone Mafia

Esther Bejarano, geboren 1924 in Saarlouis als Tochter eines Oberkantors, ging durch die Hölle von Auschwitz und Ravensbrück. Sie ist eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters Auschwitz. Musik hat ihr einst das Leben gerettet: Als Jüdin kam sie nach Auschwitz, eingeteilt zum Steine schleppen. Im Mädchenorchester wurde eine Akkordeonistin gesucht. Esther Bejarano hatte bis dahin noch nie ein Akkordeon in der Hand. Sie kannte nur das Klavierspielen. Und genau das wurde zu ihrer Chance: "Aber ich habe so meine Kräfte zusammen genommen und habe gesagt, es muss mir gelingen. Das war dieser starke Wille zum Überleben".

An ihrer Seite ist die Microphone Mafia, ein Musikprojekt, an dem nun auch ihr Sohn Yoram teilnimmt, ebenso ein Italiener und Kutlu Yurtseven - geboren in Köln als Sohn türkischer Einwanderer. „Drei Religionen, drei Kulturen und drei Generationen,“ erklärt der Rapper. "Für uns war das damals interessant, wie sie noch weiter Musik machen kann, nach dem ganzen Erlebten. Und dann hat sie zu uns gesagt: 'Hätte ich mit der Musik aufgehört, dann hätten sie mich getötet'", sagt Kutlu. Und so stehen sie gemeinsam auf der Bühne. Kutlu rappt und Esther Bejarano singt deutsche, englische, französische und jiddische Texte.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Ev. Jugend An Nahe und Glan statt und wird gefördert durch den lokalen Fonds „Kreuznach für Vielfalt“.

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