Evangelische Jugend im Kirchenkreis An Nahe und Glan

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Freizeiten, Aktuelles | 13.08.2015
Interkulturellen Begegnungsfreizeit in Boos


Es ist jetzt das zweite Jahr, dass das Jugendreferat des evangelischen Kirchenkreises An Nahe und Glan und das Pfarramt für Ausländerarbeit Kinder zu der zehntägigen Begegnung ins Bootshaus an der Nahe im Rahmen des Bundesprogrammes Kultur macht stark einladen.
Die Teilnehmer kommen aus ganz verschiedenen Ländern und teilweise auch aus Flüchtlingsfamilien. Trotz der unterschiedlichen Herkunft verstehen sie sich richtig gut. Zoé Metzler erzählt: „Wir kochen das Essen selbst und das macht viel Spaß.“ Der Speiseplan enthält arabische Gerichte, amerikanische, italienische und französische Einflüsse und auch die deutsche Küche darf nicht fehlen. Eine Mutter besuchte die Freizeit und kochte arabische Hackfleischtaschen und einen Reistopf mit Gemüsen. Festgehalten werden die Rezepte dann in einem von den Kindern zusammen mit dem Kunstpädagogen Rainer Storck gestalteten Kochbuch.
Ein weiteres Kunstprojekt ist die Erstellung von „Diashows“ auf dem Tablet-PC. Selbst geschossene Fotos werden mit Musik untermalt und stolz präsentiert. Man sieht die Teilnehmer beim Kochen, Basteln und auch beim Toben an der Nahe. Max Zimmermann berichtet: „Wir spielen mit großen aufblasbaren Wassertieren in der Nahe und fahren mit den Kanus auf dem Fluss. Das ist eine tolle Freizeit.“ Besucht wurde auch das Schwimmbad in Bad Sobernheim. Ein besonderes Erlebnis war der Gottesdienst in der Matthiaskirche in Bad Sobernheim, den die Gruppe gestaltete. Pfarrer Siegfried Pick vom Ausländerreferat stellte die biblische Geschichte von der Stillung des Sturms in den Mittelpunkt. Aus dieser Geschichte kann man lernen, dass Menschen einen Freund brauchen, wenn sie in Not sind. Die Kinder waren am Gottesdienst teilweise aktiv beteiligt, gaben einem Täufling gute Wünsche mit auf den Lebensweg.
Gefördert vom Bundesprogramm „Kultur macht stark“ wird die Freizeit von Günter Kistner vom Jugendreferat und von Pfarrer Pick mit einem Team von Helfern verschiedenen Alters begleitet. Der Kunstpädagoge Rainer Storck und die Kochpädagogin Kerstin Keber bringen ihre ganz speziellen Fähigkeiten ein, um die zehn Tage für alle zu einem Erlebnis zu machen.
Besonderen Wert legt Günter Kistner darauf, dass die Kinder ihr Selbstbewusstsein stärken. „Alles, was ich alleine kann, soll ich auch alleine machen“, ist für ihn wichtig. Und darüber hinaus lernen sie auch, Dinge in der Gruppe gemeinsam zu entscheiden. Yannick Spira erzählt: „Der Morgenkreis ist toll, da planen wir, was wir den Tag über machen wollen.“ Und am Abend wird dann gemeinsam besprochen, was gut war und Spaß gemacht hat. Dann werden auch „Boostaler“ als Belohnung für Leistungen oder als Trost verteilt. Diese Taler können die Teilnehmer dann in fair gehandelte Süßigkeiten eintauschen.
Dass die Kinder aus ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen kommen, ist für sie überhaupt kein Problem. Fynn Metzler findet: „Das ist eine richtig schöne Freizeit.“ Wie viele andere Teilnehmer - einige waren schon öfter dabei - wird er im nächsten Jahr bestimmt wieder gerne ein paar Ferientage in Boos verbringen.

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